Deutschland und die Deutschen, EM 2012 und Mehmet Scholl

Donnerstag Abend. 21:30 Uhr. Zwei Tore stehen schon auf dem Konto der Italiener. Ich und vermutlich 80.000.000 Fußballfans sind völlig geschockt. Halb Elf, der Spuk ist vorbei. Deutschland hat das Halbfinale der EM 2012 gegen Italien verloren.

Der „Hobby Trainer“ Mob ist erwacht! „Falsche Aufstellung von Jogi Löw“, „was für Blindsäcke“, höre ich aus den Rängen hinter mir. Kritik kommt von allen Seiten. Auch im Fernsehen wird gewettert was das Zeug hält und das nicht nur seit heute. Da sehe ich im Ersten deutschen Fernsehen den „Möchte gern“ Kommentator Mehmet Scholl, der schon in der Vorrunde versucht das deutsche Team mit seinen völlig inkompetenten Kommentaren, nervös zu machen. „Der Gomez soll sich mal bewegen“ schreit er in den Medien Himmel von Deutschland. Dieser wittert Proffit und trägt die Kommentare selbstverständlich bis nach Polen in die Kabine unserer Jungs. Das auf den „Buben“ sowieso schon ein immenser Druck herscht, hat wohl Herr Scholl noch nicht begriffen. Hat der überhaupt einmal Fußball gespielt? Und wieviel Tore hat er denn für Deutschland geschossen? So viele wie Gomez? ICH GLAUBE NICHT. Warum werden unsere Jungs, obwohl sie Gruppensieger und beste Vorrunden Manschaft sind, noch nervös gemacht. Auch weiss jeder der etwas vom Fußball versteht, das Mario Gomez auf das Zubringen der Bälle von Außen angewiesen ist. Das ist sein Spiel und so schießt er Tore. Was soll der Mann also an der Mittellinie? Tore schießen (wußte gar nicht das da auch welche stehen).

Freitag nach dem Spiel. Ich habe auf meinem Auto immer noch den Deutschland EM 2012 Aufkleber. Werde von allen Seiten angesprochen, mit den Worten „mach mal ab“. So doof wie ich bin, verstricke ich mich wiedereinmal in Diskussionen mit den Widersachern. So langsam begreife ich was los ist. Der mit Handtuch Liegenreservierer ist wieder unterwegs. Der Deutsche, der nur mäckert und niemals zu frieden  ist.

Jungs! Ihr habt mir bei dieser EM mit eurem Spiel, viel Freude bereitet und ich freue mich nicht nur auf die WM in zwei Jahren, sondern auch auf meinem Urlaub in Italien, da bin ich mit Menschen zusammen, die sich auch über Ihre Mannschaft freuen, wenn diese nicht Europameister wird (wird erst morgen Abend entschieden).

In diesem Sinne: Mehmet Scholl go home, and please, don’t come never back.

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